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Der Realitätscheck

Field purple sky
„All that we see or seem is but a dream within a dream.“
– Edgar Allan Poe

Ein luzider Traum ist ein sehr klarer Traum in dem der Träumer sich des Träumens bewusst ist. Der Träumer kann vollständig bewusst denken und handeln und ist in der Lage seine Taten im Traum zu kontrollieren. Ein luzider Traum ist eigentlich dasselbe wie eine Astralreise (außerkörperliche Erfahrung), nur wird eine Astralreise absichtlich ausgelöst, während ein luzider Traum dem Träumer einfach ‚passiert‘ während er sich in der Traumzeit befindet.

Ich beginne diesen Blogpost mit dieser kleiner Definition, da das Thema sich heute um extrem realisische Träume dreht. Ich hatte viele, realistische und auch luzide Träume innerhalb der letzten Jahre. Mir ist aufgefallen, dass Meditieren und das Aufschreiben der Träume einem dabei helfen, sich besser an sie zu erinnern. Ich bin absolut sicher, dass die Traumzeit mehr ist als nur eine Phase in der sich der Körper erholt und der Geist Dinge verarbeitet…. Für mich fühlt es sich an wie ein anderes Leben, eine parallele Existenz, an die wir uns nicht sonderlich gut erinnern können, sobald wir wieder wach sind. Vielleicht fühlt sich unser Wachleben im Traum ja auch an wie ein anderer Traum? (Puh… kompliziert…!)

Wenn ich mich an meine Träume erinnern kann, finde ich mich selbst oft in der gleichen Umgebung wieder, mit den selben Menschen oder Wesen, während wir immer ähnliche Dinge tun. Warum würde mein Gehirn gleiche Orte und Dinge in einem komplett logischen Zusammenhang immer und immer wieder verarbeiten?

Was ich vor einigen Wochen erlebt habe, war der realistischste Traum den ich jemals hatte. Inzwischen bin ich mir nicht einmal mehr sicher was genau man unter ‚Realität‘ wirklich zu verstehen hat. Um zu erklären was ich meine muss ich etwas ausholen:

In letzter Zeit ‚träume‘ ich häufig von einem Ort den ich wohl sehr gut zu kennen scheine. Es ist ein modernes, rundes Gebäude das mittem im Nichts steht und von Feldern und noch mehr Feldern umgeben ist. Diese ‚Station‘ scheint einen wundervollen Zweck zu haben. Eine Menge Leute, Menschen und auch Nicht-Menschen, (andere Träumer?) arbeiten dort und scheinen eine ’neue‘ und bessere Version des gesellschaftlichen Systems aufzubauen für diejenigen, die sich in der Zukunft nach Veränderung sehnen werden.
In diesem super realistischen Traum über den ich euch jetzt erzählen werde, lief ich die Felder um die Station herum entlang. Ich bin nur etwas geschlendert und habe die Sonne und die Stille dieses Ortes genossen. Plötzlich wurde der traum luzide und ich bemerkte, dass ich am Träumen war. Ich erinnerte mich daran, dass ich den Traum nun kontrollieren konnte und fing an schneller zu laufen. Ich schloss meine Augen, streckte mein Gesicht Richtung Sonne, breitete meine Arme aus und begann zu rennen. Ich konzentrierte mich immer noch intensiv auf die Tatsache, dass dies ein luzider Traum war, denn je mehr ich mir dessen bewusst wurde, so realistischer fühlte sich meine Umgebung an. Ich atmete die Luft so tief ein, dass es schon in den Lungen weh tat. Ich konnte nicht genug bekommen, denn ich fühlte es genauso wie im Wachleben, aber ich wusste, dass ich träumte! Das Gefühl war unbeschreiblich.
Ich fühlte die Luft in meinen Lungen, den Kies unter meinen Fußsohlen, die Sonne, wie sie auf meine Wangen schien und die Dunkelheit hinter meinen Augenlidern orange verfärbte. Ich rannte immer schneller und mir kam der Gedanke, dass ich doch fliegen konnte. Ich stieß mich vom Boden ab und schwebte über die Felder. Ich wurde schneller und konnte das Fliegen mit meinen Gedanken kontrollieren, flog höher und höher, schneller und schneller. Das alles empfand ich genauso realistisch wie der restliche Traum und ich kann euch nicht sagen, wie toll sich das anfühlte!

Der Traum ging weiter und nicht wirklich etwas passierte, außer, dass ich den Moment und die Echtheit des Traumes genoss. Nach einer bestimmten Zeit in der Traumzeit wurde ich unsicher, ob ich TATSÄCHLICH träumte, denn ich konnte nicht mehr unterscheiden zwischen Wachleben und Traum. Kein Bisschen – das löste Panik aus. Plötzlich fühlte ich mich total unwohl und ‚verloren‘, also überlegte ich mir, wie ich herausfinden konnte, ob ich immer noch am Träumen war. Ich erinnerte mich daran über eine Praktik gelesen zu haben, die sich ‚Realitätscheck‚ nennt.
In der Traumzeit finden Zahlen und die dreidimensionale Bedeutung der Zeit keine Anwendung. Wenn man in einem Traum auf die Uhr schaut zeigt sie möglicherweise eine unlogische Uhrzeit wie 48:30 Uhr an, oder verändert sich nach kurzem Weg- und wieder Hinschauen zu einer falschen Zahl. Ich schaute links neben mich und BAM, da war eine Uhr. Ich hatte sie einfach mit meinen Gedanken erschaffen. Ich denke so funktioniert das in höheren Dimensionen: Gedanke –> Sache, keine Verzögerung.
Ich machte meinen Realitätscheck und, tatsächlich, es war ein Traum. Ich wachte sofort auf. Nach dem Aufwachen fühlte ich mich immer noch komisch und ich war immer noch nicht ganz sicher, ob ich wirklich wach war, oder vielleicht nur im Traum selbst ‚aufgewacht‘ war.
Ich begann mich zu fragen, was Realität wirklich ist… vielleicht wache ich eines Tages aus diesem Traum, den ich für mein Wachleben halte, auf und denke ‚Wow! Das war ja ein verrückter Trip!‘

Habt ihr schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Vielleicht treffen wir uns alle in der Traumzeit, machen Zeugs, leben mehrere Leben…?!

Alles Liebe,
Isabelle

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