Yoga-Tagebuch

Mittsommer

midsummer

Für mich, ein Mädel mit Schwedischen Wurzeln, ist Mittsommer immer etwas ganz Besonderes. Es ist die Zeit des Jahres in der alles einfach immer wach ist und der Sommer seinen Höhepunkt erreicht. Es fühlt such immer ganz besonders an wenn die Tage nicht mehr länger werden sondern der Punkt kommt an dem sich alles umkehrt. Für mich hat dann der Sommer noch gar nicht richtig begonnen, und schon soll er schon wieder vorbei sein weil die Tage kürzer werden. Ziemlich schwer zu akzeptieren, und ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass der Sommer ja eigentlich noch bevorsteht. Ich glaube, das ist ein ganz typisches, Schwedisches ‚Problemchen’… :)

Letztes Wochenende hatte ich den ersten Teil meiner Prüfungen für die Yogalehrer-Ausbildung: jede in meiner Gruppe sollte eine 20-Minütige Sequenz vorbereiten und unsere Gruppe dann damit unterrichten. Natürlich, wie immer, war ich himmelan nervös bevor es losging und hoffte, dass alles gut geht. Aber dann hat es doch ziemlich viel Spaß gemacht meine Sequenz zu unterrichten und ich war zufrieden mit meiner Vorbereitung und der Art und Weise wie ich es gemacht habe. Ich habe für die Sequenz einfache Asanas gewählt die ich wirklich mag und habe sie in einem Flow miteinander kombiniert. Die Sequenz wurde irgendwie zur Essenz meiner derzeitigen Praxis: dynamisch, erdend und achtsam mit dem Krieger 2 als Hauptelement.

Und ich war wieder so dankbar und froh darüber, dass ich seit April die Gelegenheut hatte in einem Yogastudio zu unterrichten, wo ich jetzt jeden Freitag eine Stunde gebe. Dies hat mir wirklich dabei geholfen selbstsicher da vorne auf der Matte zu stehen und mich auch mal davon zu lösen um meinen ‚Schülern‘ zu assisitieren.

Meinen Lehrern hat meine Sequenz nach ihren Aussagen auch gefallen, was mich ebenso wirklich glücklich macht. So habe ich also den ersten Teil der Prüfungen bestanden. Jetzt geht es dann darum nochmals all meine Aufschriebe und Bücher durchzulesen um für den letzten Teil dieser Reise zu lernen der dann im Juli stattfindet.

Ich kann es wirklich kaum glauben, dass ich fast fertig bin mit der Ausbildung. Und im Nachhinein betrachtet war es so viel mehr als nur ein ‚Training‘. Vielmehr hat es sich so angefühlt wie eine Therapie die ich gemacht habe, ohne zu wissen, dass ich solch eine gebraucht hätte. Ich fühle mich viel ruhiger und entspannter, und so viele Dinge stören oder beeinflussen mich jetzt nicht mehr, und ich fühle mich heute deutlich mehr ‚angekommen‘ als noch vor einem Jahr.

Und noch etwas, das mir momentan andauernd passiert ist, dass Menschen tagtäglich in mein Leben kommen die ich vor einem Jahr noch nicht kennen gelernt hätte, weil ich damals für sie noch nicht ‚bereit‘ für sie gewesen wäre. Wie kleine Engel tauchen sie aus dem Nichts auf und ich kann etwas von ihnen lernen. Oder ich kann ihnen sogar etwas mitgeben. Eine wundervolle Sache, die mich etwas ‚offener‘ durch’s Leben gehen lässt.

Mittwommer ist ein Wendepunkt im Jahr, und viele Menschen können das auch in ihrem eigenen Leben wahrnehmen. Manche sind sich dessen mehr bewusst als andere. Ich zelebriere mein Mittsommer auf meine ganz persönliche Weise indem ich spätabends noch draußen auf dem Balkon oder in der Natur sitze, meditiere und Dinge visualisiere, die ich in meinem Leben manifestieren möchte. Ich verbinde mich mit der Natur, den Vögeln, den Geräuschen und Gerüchen um mich herum und spüre, wie wir alle ein Teil von diesem großen Ganzen sind.

Ich weiß, dass diese Ausbildung jetzt nur ein erster kleiner Anfang auf meiner weiteren Reise ist, aber es fühlt sich so gut an den Fluss zu spüren und ein Teil davon zu sein, während mein Herz mich auf diesem Weg leitet.

Ich wünsche euch allen wunderschöne, ruhige Sommertage!

Namasté,
Elaine

 

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