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Die Vorteile von Umkehrhaltungen

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Kopfstände, Arm-Balance Haltungen, Vorderarmstände, Handstände…

Es gibt so viele verschiedene Varianten, beinahe unzählige, die man üben kann. Aber ich kenne auch so viele Menschen, die wirklich Angst vor Umkehrhaltungen haben.
Um ehrlich zu sein, auch ich hatte schreckliche Angst vor meinem ersten Kopfstand bevor ich ihn vor etwa einem Jahr erstmals ausprobiert habe. Ich war ängstlich ich könnte mir das Genick brechen, umfallen oder mich sonstwie verletzten, also habe ich begonnen den schwierigeren Vorderarmstand (Pincha Mayurasana) zu üben, da ich hierbei das Gefühl hatte, dass mein Genick mehr in Sicherheit ist. Diese Haltung hat mich einiges darüber gelehrt was Kraft in den Schultern und in der Körpermitte angeht (denn die braucht man hierzu wirklich) und davon hatte ich am Anfang viel zu wenig. Es hat fast zwei Jahre gedauert bis ich diese Haltung länger als 10 Sekunden ohne Hilfe von einer Wand halten konnte, nur um mal eine Zeitspanne zu nennen – und ich übe immer noch.

Aus einer Umkehrhaltung zu fallen gehört auf jeden Fall mit zur Praxis, ebenso wie das regelmäßige Üben. Der Trick ist, dann man seine Ängste überwindet und sich selbst mehr Vertrauen schenkt. Natürlich gehört eine gute Portion Training und Stärke in Körpermitte, Schultern und Armen dazu. So ist das tägliche Workout garantiert… ;)

Ich habe aufgehört zu zählen wie oft ich schon auf’s Gesicht geklatscht bin beim Versuch eine Armbalance zu halten. Für den Handstand brauche ich auch immer noch eine Wand als Unterstützung und es gibt Tage, an denen rein gar nichts funktioniert. An manchen Tagen überrasche ich mich auch selbst und kann den Vorderarmstand mehr als eine Minute ohne Wand halten, und dann gibt es wieder Tage an denen ich schon beim Versuch hochzukommen scheitere. Aber das ist OK, denn es ist ein Teil des Prozesses. Yoga ist schließlich eine Reise und nicht das Erreichen und Ausführen einer 100% korrekt ausgerichteten Asana. Es geht darum, was man auf dem Weg dorthin lernt.

Worin liegt denn nun überhaupt der Sinn Umkehrhaltungen zu üben?

 

Die Vorteile von Umkehrhaltungen im Yoga

Sie…

  • stellen deine Welt auf den Kopf
  • kehren den Blutfluss um
  • fühlen sich vitalisierend an
  • bauen Selbstvertrauen
  • beruhigen den Geist
  • bauen Stärke im Körper
  • verbessern den Sinn für Balance
  • stärken die Muskeln im Rücken und in den Schultern
  • stärken die Körpermitte
  • verbessern Fokus und Konzentration
  • mildern Stress und Ängste
  • machen Spaß und laden zum ‚Spielen‘ ein

 

Kontraindikationen:

Man sollte keine Umkehrhaltungen üben wenn man folgendes hat:

  • Kopfschmerzen oder Migräne
  • Hoher Blutdruck
  • Probleme mit dem Nacken
  • Probleme mit den Handgelenken
  • Schmerzen im Rücken
  • Verletzungen an der Schulter oder im Nacken
  • Menstruation

 

Falls fortgeschrittene Umkehrhaltungen zu viel und noch zu unerreichbar für dich sein sollten, dann kannst du auch einfachere Asanas üben wie den Herabschauenden Hund, den Schulterstand (sofern du keine Probleme im Nacken hast) oder auch die unterstützte Beine-gegen-die-Wand Haltung. Diese Haltungen geben ebenfalls ein Gefühl von ‚umgekehrt‘ sein und haben auch einen ähnlichen Effekt auf Geist und Körper.

Falls du z.B. die Krähe (Baksasana) üben möchtest, dich aber nicht traust die Füße vom Boden abzuheben, dann könntest du einfach auf die Zehenspitzen kommen, die Knie über den Ellenboden ablegen und hier verweilen – und vielleicht sogar das Körpergewicht etwas nach vorne verlagern um einen Fuß nach dem anderen vorsichtig abzuheben – nur um mal kurz zumindest das Gefühl zu haben ‚abzuheben‘.

Ich rate davon ab zu Hause und alleine fortgeschrittene Umkehrhaltungen zum ersten Mal zu üben. Es wäre besser einen Yogalehrer aus der Umgebung direkt um Hilfe zu bitten der dann dabei helfen und Ratschläge geben kann.

Also, auf geht’s mit den Umkehrhaltungen! :)

Alles Liebe,
Elaine

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