Yoga

Yoga für Anfänger – Tips um mit Yoga anzufangen

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Selbst erfahrene Yogis waren auch irgendwann mal Anfänger in ihrem Leben – und haben sich gefragt wo man mit Yoga anfangen soll, wie oder was man tun soll. Ich auch.

Jeder fängt aus anderen Gründen an, aber von allen Yogis, mit denen ich bisher gesprochen habe, hatten die meisten eine Sache gemeinsam: sie steckten nicht gerade in ihrer besten Lebensphase und alle sehnten sich nach einer Form von Entwicklung, Veränderung oder Erholung.

Ich selbst habe 2012 aus Neugier mit Yoga angefangen (und war auch gerade an einem kleinen Tiefpunkt), denn ich hatte ‚gehört‘, dass das etwas Gutes sein soll. Ich hatte keine Ahnung davon was Yoga überhaupt war und habe mich einfach nur spontan dazu entschlossen mich bei einem Vinyasa-Anfängerkurs anzumelden, der auch gleich zwei Tage nach meinem Entschluss begann.

Ich habe mich also einfach so auf dieses Abenteuer begeben und nach der ersten Stunde musste ich gleich ein paar Dinge feststellen:

  • wow, das war schwieriger als ich dachte
  • das war echt besser, als ich dachte – und macht gute Laune
  • das war so anders als das, was ich erwartet hatte
  • und ohje, ich brauche gemütlichere Klamotten

Während der nächsten Wochen habe ich gleich ein paar Veränderungen bemerkt: ich konnte meinen Körper und Teile davon spüren, die ich bisher noch nicht einmal kannte, und war vermutlich das erste Mal überhaupt so richtig mit dem phyischen Teil von mir selbst verbunden. Auch wenn ich damals bei der stehenden Vorwärtsbeuge noch nicht einmal mit den Fingerspitzen den Boden berühren konnte, so freute ich mich über jeden Millimeter Fortschritt den ich dabei machte. Und Fortschritte waren schnell spürbar: schon nach kürzester Zeit fühlte ich mich geschmeidiger, flexibler und wacher als noch ein paar Wochen zuvor, und ich hatte öfters gute Laune und sehr viel Energie. Das war etwas, das ich ebenfalls nicht erwartet hätte.

Das beste daran ist: man kann jederzeit damit anfangen, in jedem Alter, egal welches Geschlecht, egal welche Körper- oder Konfektionsgröße.
Yoga ist für jeden geeignet, und das liebe ich so sehr daran.

Hier sind ein paar Tips, die ich damals vor meiner ersten Yogastunde gerne gelesen hätte.

 


12 Tips wie man mit Yoga anfängt

1. Finde einen Anfängerkurs
Ich würde jedem einen Anfängerkurs in einem Studio empfehlen, da man gerade als Anfänger so viel falsch machen kann bei der Ausführung der Haltungen. Schließlich soll der Körper richtig beansprucht und transformiert werden, und nicht verschlissen. Es ist toll jemanden zu haben, der dich anleitet, vor allem wenn man gerade erst anfängt. Man kann von einem Lehrer direkt viel besser etwas lernen als alleine.
Wenn du dich aber aus irgend einem Grund in einer Gruppe mit anderen unwohl fühlen solltest, dann wären vielleicht Privatstunden bei einem Lehrer eine Alternative für dich. Natürlich gibt es auch unzählige Online-Videos da draußen, aber man hat viel mehr von einem Lehrer, der helfen kann in Haltungen zu gelangen und sie korrigiert. Vor allem minimiert es das Risiko sich zu verletzen.

2. Der richtige Stil
Es gibt so viele unterschiedliche Stile, sodass kaum ein Anfänger den Durchblick hat womit man anfangen soll. Hier ist das Internet dein Freund: man kann sich über die unterschiedlichen Stile vorab informieren, noch bevor man sich für einen Kurs anmeldet. Frage dich selbst, was du möchtest: einen eher ruhigeren Stil wie Yin Yoga oder etwas mehr Spirituelles wie Kundalini Yoga? Etwas Dynamisches wie Vinyasa oder eher etwas Statisches wie Iyengar mit Hauptaugenmerk auf Hilfsmittel und Ausrichtung? Oder doch etwas physisch Forderndes wie Ashtanga?
Egal wie, es ist immer noch am besten wenn man so viele Stile wie möglich selbst probiert um herauszufinden was wirklich Spaß macht, und was der Körper mitmacht.

3. Die richtige Matte
Besorge dir eine gute Matte. Normalerweise können Matten im Studio direkt auch geliehen werden, aber es könnte doch eine ganz gute Idee sein dir selbst eine zu kaufen. Dann kannst du sie dir nämlich zu deinem eigenen, persönlichen kleinen Platz machen und weißt zu 100% wie sauber sie ist und wer zuvor darauf rumgerollt ist.

4. Gemütliche Kleidung
Besorge dir gemütliche, dehnbare Kleidung sodass du jede einzelne Asana ohne die Einschränkung durch Klamotten genießen kannst. Yoga wird zudem ohne Schuhe oder Socken praktiziert.

5. Essen und Trinken
Iss nichts Schweres vor dem Üben, iss höchstens etwas Leichtes ein paar Stunden vor dem Unterricht und trink ausreichend viel Wasser. Der Körper sollte hydriert bleiben. Bringe deshalb eine Wasserflasche mit zum Unterricht um davor und danach etwas zu trinken.

6. Verletzungen
Lass deinen Lehrer oder deine Lehrerin immer schon vor der Stunde wissen, ob du eine Verletzung oder Schmerzen hast, sodass er oder sie dir Alternativen für gewisse Haltungen anbieten kann.

7. Mach kleine Schritte
Sicherlich sehen all diese fortgeschrittenen Asanas in sozialen Netzwerken toll aus und inspirieren zum sofortigen Nachmachen, aber hier sollte man auch genügend Geduld mitbringen und sich ausreichend Zeit für die Basis-Haltungen lassen, denn diese legen die Grundsteine für alle weiteren Haltungen die darauf aufbauen.

8. Hol dir Inspiration
Soziale Medien sind dennoch gut für die Inspiration. Lass dich nicht einschüchtern oder entmutigen, wenn du all die verrückten Haltungen der Yogaprofis siehst, wenn sie auf Händen balancieren oder sich verknoten. Aber nutze ihr Wissen und lerne von den Tips die sie im Internet teilen. Kauf dir Yogabücher wenn dich der tiefere Hintergrund interessiert.

9. Sei dein eigener Guru, aber lerne von anderen
Obwohl manche Yogis meinen, dass ein einziger Oberguru lebenslang das beste ist, so halte ich eher an der Meinung fest, dass es besser ist von vielen verschiedenen Lehrern zu lernen. Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Meinungen, anderes Wissen und andere Wahrheiten. Sei dir bewusst, dass du selbst dein eigener bester Guru für dich bist um deinen Weg zu finden. Aber dabei können dennoch viele Menschen auf deinem Weg helfen und dich unterstützen.

10. Sei offen
Wenn du gerade erst anfängst, dann weißt du vielleicht noch nicht so viel über Yoga. Vielleicht wurde dir auch schonmal gesagt, dass es nur ein ‚auf dem Boden herumrollen mit ein bisschen Dehnen‘ ist. Aber es ist kein verschwitzes Training und geht auch weitaus tiefer. Die Tatsache, dass die Bewegungen und Haltungen den Körper trainieren und formen ist eigentlich nur ein wunderbarer Bonus-Pluspunkt. Sei offen. Sei offen für gemeinsames Singen, ungewöhnliche Atemtechniken oder Meditation. Das alles mag sich am Anfang befremdlich anfühlen, aber du könntest es nach einer Weile sogar mögen.

11. Üben, üben, üben
Wenn du mal mit einem Kurs angefangen hast, dann vereinbare wöchentlich oder öfter einen Treffpunkt mit dir selbst im Yogastudio. Oder, wenn du mit den Asanas und Sonnengrüßen schon etwas vertraut bist, auch eine Art tägliches ‚Yoga-Date‘ mit dir und deiner Matte.

12 Hab Spaß!
Das ist vielleicht am wichtigsten. Auch wenn manche Haltungen wirklich schwierig und fast schon schmerzhaft sein können, dann bestimmst du immernoch selbst wie du mit der Situation umgehst. Versuche dich den Dehnungen hinzugeben, und versuche deinen Körper und Geist zu öffnen. Konzentriere dich auf deine körperlichen Gefühle die du spürst und beobachte die Emotionen die in dir hochsteigen. Versuche die Energie im Körper zu spüren die jede Asana kreiert.
Und auch wenn du für eine Haltung Jahre brauchst um dich darin wohlzufühlen, so ist immernoch der Weg das Ziel, und nicht die ‚perfekte‘ Asana selbst.

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