Yoga Yoga-Tagebuch

Zurück zu den Wurzeln

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In meinem Post ‚Yoga in der Winterzeit‚ habe ich bereits angesprochen, dass ich mich in letzter Zeit etwas energielos gefühlt habe in Bezug auf kraftvolle Yogastunden und Übungspraxis, die einen ins Schwitzen bringt. Deshalb habe ich mich in den letzten Wochen darin geübt mich während des Übens richtig zu erden. Teilweise aufgrund meiner fehlenden Energie, aber auch hauptsächlich weil es sich so gut angefühlt hat und ich deutlich größere Fortschritte gemacht habe in Bezug auf die Arbeit mit mir selbst.

Langsame und stabile Bewegungen standen im Vordergrund, ebenso wie die Basis jeder einzelnen Asana bewusst zu setzen mit Hauptaugenmerk auf korrekte Ausrichtung und Atmung.

Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich normalerweise sehr gerne fortgeschrittene Asanas und Übergänge übe, da ich die ‚einfache‘ Yogapraxis als beinahe langweilig empfand. Heute muss ich darüber lachen wie falsch ich damit lag!
Ich scheine für mich endlich verstanden zu haben, was es heißt Yoga zu ‚praktizieren‚, und ich bin mir sicher, dass sich diese Auffassung zukünftig auch noch mehrmals ändern wird. Im Yoga geht es nicht darum ‚besser‘ zu werden oder eine ‚Asana schneller zu meistern‘. Es geht nur um den Weg allein, und das ist wunderbar. Wenn die Basis nicht stimmt, dann werden alle Asanas wackelig und unsauber.

Ich schätze diese Erkenntnis kommt auch durch meine Yogaleher-Ausbildung, denn dort lernen wir sehr viel über das Setzen der Basis, auf die ich früher nie wirklich viel Wert gelegt habe – stattdessen wollte ich immer schnell voran kommen.

Deshalb habe ich in letzter Zeit auch viele ‚grundlegende‘ Asanas geübt wie die Krieger, seitlicher Winkel und Variationen, Chaturanga, Utkatasana, den Sonnengruß und so weiter.

Ich habe unterschätzt wie viel eine korrekte Ausrichtung der Füße ausmachen kann, während man sich aktiv in den Boden drückt und erdet: der Energiefluss fühlt sich stärker an und nach der Praxis fühle ich mich ruhiger und energiegeladener.

Ich kann dagen, dass diese ruhige, langsame und bewusste Art zu üben etwas Neues für mich ist und ich dem total verfallen bin. Neuerdings mag ich zeitlupenartige Bewegungsabläufe, extra lange und tiefe Atemzüge und lasse mich minutenlang tief in einzelne Asanas versinken.

Den innerlichen Kampf, den ich noch vor Kurzem mit mir selbst ausgetragen habe, weil ich nicht so viel Energie für die Praxis hatte, hat mich dazu gebracht etwas Neues kennen und lieben zu lernen. So kommt mit jeder Niederlage doch ein Fortschritt.

In diesem Sinne,
habt einen tollen Tag und lasst es langsam angehen

Elaine

 

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