Asana Yoga Yoga-Tagebuch

Yoga in der Winterzeit – Tagebuch 03

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Hallo ihr Lieben!

Es ist Winterzeit. Alles fühlt sich so dunkel und langsam an, und es ist enorm anstrengend momentan aktiv zu werden. Habt ihr auch dieses Gefühl, dass euch momentan die Energie fehlt?
Es muss die Dunkelheit sein. Am meisten kann ich das physisch spüren. Mein Kopf ist hellwach und kreativ, aber mein Körper macht momentan nicht mit und will überhaupt nicht beansprucht werden. In letzter Zeit konnte ich kaum an anstrengenden Übungsstunden teilnehmen, weswegen ich mehr mentales und restoratives Yoga geübt habe als je zuvor.

Wenigstens ist es nur noch eine Woche hin bis zur Wintersonnenwende, was heißt, dass dann die Tage wieder länger werden! Mehr Sonne, mehr Tageszeit, mehr Energie.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe den Winter. Vor allem um die Weihnachtszeit. Und wenn Schnee liegt, dann sieht alles so schön aus. Das gemütliche Gefühl, die süße Schläfrigkeit und die Energie vom Ende des Jahres. Aber dieses Jahr finde ich den Winter enorm anstrengend – er scheint mir die ganze Energie zu rauben, was mich dazu zwingt sanftere Yogastile zu praktizieren.

Ich fühle mich momentan einfach nicht stark ünd physisch fit genug , so wie das noch vor ein paar Wochen der Fall war. Ich bin mir sicher, dass das nur eine zeitlich begrenzte Phase ist, aber es hat ein wenig gedauert um mich an diese Veränderung zu gewöhnen. Zunächst war ich ein wenig verwirrt und verärgert, dass ich mich bei meiner täglichen Praxis nicht voll auspowern kann – kein Krafttraining, keine Stützhaltungen, keine Vorderarmstand-Übungen.
Aber in der Zwischenzeit habe ich gelernt diese Tatsache zu akzeptieren und sie sogar zu schätzen, denn mein Körper zeigt mir schließlich genau was er braucht – und das ist momentan eben nichts Schweißtreibendes.

 

Während meines letzten Yogalehrer-Ausbildungswochenendes vergangene Woche habe ich mich erschöpft gefühlt, obwohl es wirklich ein tolles Wochenende war – vielleicht sogar das Beste bisher. Ich bin bei der Flow-Praxis beinahe nicht hinterher gekommen und und musste richtig kämpfen um präsent zu bleiben.
Dennoch war die Energie in der Gruppe sehr hoch und wir hatten viel Spaß zusammen.
Wir haben noch mehr über’s Teaching gelernt und auch darüber, wie man Haltungen korrigiert und korrekt ausrichtet, und auch wie man jemanden in verschiedene Asanas hineinleitet.

Neben der Ausbildung habe ich auch angefangen Mini-Kurse für meine engsten Freunde zu geben, und es ist wahnsinnig spannend sein Wissen mitzuteilen und auch Feedback dafür zu bekommen. Während der kommenden Feiertage möchte ich mehr darüber lernen wie man Haltungen richtig ansagt und wie man sinnvolle Sequenzen mit verschiedenen Intentionen entwickelt. Am meisten interessieren mich dabei momentan beruhigende, restorative Sequenzen.

Diese ganze Winterschwäche ist ein Prozess, der mich dazu gebracht hat die Vorteile von Restorativem Yoga zu erfahren.
Es langsam anzugehen mit regenerativen Haltungen ist toll und lässt mich immer mehr sanftes Yoga genießen. Hier sind einige Asanas die ich täglich praktiziere, vor allem auch dann, wenn ich es nicht schaffe einen kompletten Vinyasa-Flow zu üben. Dann gebe ich mir extra viel Zeit um in diese Haltungen tief einzutauchen. Sie funktionieren ebenfalls toll bei Erkältungen, da sie den Körper nicht beanspruchen.


 

Meine Top 6 der restorativen Yoga-Haltungen für die Winterzeit:

1. Beine gegen die Wand (Viparita Karani)
Lege dich auf den Rücken und stelle die Beine hoch gegen eine Wand, und schiebe dein Gesäß ganz nah an die Wand. Bleibe hier für einige Minuten. Du kannst deine Hände flach auf den Bauch legen oder sie neben deinem Köper mit Handflächen nach oben ablegen. Diese Haltung ist wunderbar um zu entspannen – eine sehr passive Asana, gestützt durch die Wand. Eine Haltung um wirklich zu ruhen und um das Blut mal anders herum fließen zu lassen, ganz ohne Anstrengung.

2. Stellung des Kindes (Balasana)
Sitze auf deinen Fersen und beuge dich nach vorne, die Stirn berührt den Boden. Strecke die Arme lang nach vorne aus, oder forme mit deinen Händen ein kleines Kissen, auf das du deine Stirn legst. Du kannst die Arme auch seitlich am Körper entlang ablegen. In dieser beruhigenden Haltung zu verweilen kann Stress und Müdigkeit reduzieren. Du kannst den Kopf auch auf ein unterstützendes Kissen ablegen.

3. Der liegende Schmetterling (Supta Baddha Konasana)
Leg dich auf den Rücken und ziehe die Fersen hoch in Richtung des Steißbeins. Lasse dann die Knie sanft links und rechts auseinander zur Seite fallen. Zur Unterstützung kannst du auch Blöcke oder Kissen unter die Knie legen. Lege die Hände auf den Bauch oder strecke die Arme zur Seite hin aus. Wenn du noch mehr Öffnung im Brustkorb spüren möchtest, dann lege noch ein großes Kissen unter deinen Rücken und bleibe hier für eine Weile.

4. Sanfte Dehnungs-Übungen, insbesondere die Sitzende Vorbeuge (Paschimottanasana)
Sitze in einer L-förmigen Position mit Beinen lang vor dir ausgestreckt. Halte den Rücken lang und gerade und beuge deinen Oberkörper mit der Ausatmung nach vorne und versuche so tief wie möglich mit dem Oberkörper zu kommen ohne die Länge zu verlieren. Ziehe die Zehen aktiv zu dir heran. Das Ziel ist nicht mit der Stirn die Unterschenkel zu berühren, sondern die Wirbelsäule und den unteren Rücken zu verlängern. Bleibe hier für einige Atemzüge. Nutze deinen Atem um langsam immer tiefer zu kommen. Deine Hände können auf deinen Unterschenkeln verweilen, an deinen Zehen oder neben deinen Beinen.

5. Das Krokodil, liegender Twist (Supta Matsyendrasana)
Leg dich auf den Rücken und ziehe die Fersen hoch in Richtung des Steißbeins. Lass deine Beine mit geschlossenen Knien mit der Ausatmung zur rechten Seite kippen. Strecke die Wirbelsäule lang mit der nächsten Einatmung und versuche die Schulterblätter auf dem Boden zu behalten. Falls es sich für deinen Nacken gut anfühlt, dann drehe den Kopf zur anderen Seite nach links um einen tiefen Twist in der Wirbelsäule zu kreieren. Nimm hier ein paar lange, tiefe Atemzüge bevor du wieder zur Mitte kommst und dich entgegengesetzt in den Twist drehst.

6. Totenstellung (Savasana)
Leg dich auf den Rücken mit geschlossenen Augen, die Arme ruhen neben dir, die Handflächen zeigen nach oben. Lass deine Füße sanft nach außen zur Seite kippen. Es kann vermutlich keine entspanntere Haltung als Savasana geben.


 

Yoga Nidra

Yoga Nidra (tiefer Schlaf; bewusster Schlaf) ist eine weiter Art um Energie zu tanken. Es ist eine Form von Yogischer Meditation bei welcher der Körper schläft aber der Geist wach ist. Meistens wird dies in Savasana ausgeführt. Yoga Nidra ist eine Art geführte Entspannung die Stress reduzieren kann und die auch bei Schlafstörungen helfen kann und Energie liefert. Man geht hierbei durch jeden Teil des Körpers und füllt diesen mit Energie und Bewusstsein.
Am besten ist es, wenn man von jemandem durch diesen Prozess geführt wird, oder man kann auch eine CD oder ein Online-Video benutzen. Es braucht eine Menge an Erfahrung um sich selbst durch diese Art von Meditation zu führen, weswegen ich einen erfahrenen Lehrer als Unterstützung empfehlen würde.

 

Ich wünsche euch viele Schneebälle und wunderschöne Schneeflocken!
Elaine

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